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    Entwurzelung

    Verhältnisse zwischen Mensch und Natur

    In „Entwurzelung“ wird Natur nicht als heile Gegenwelt inszeniert, sondern als ein fragmentierter, überformter Raum, in dem sich Spuren menschlicher Eingriffe mit organischen Bewegungen vermischen. Die digitalen und analogen Collagen wirken wie aus dem Gleichgewicht geraten – Wasserflächen, Wolken und Pflanzen verlieren ihre natürliche Ordnung und geraten in künstlich erzeugte Rhythmen. Statt einer harmonischen Landschaft entsteht eine visuelle Dissonanz die auf einen subtilen Kontrollverlust verweist.

    Diese Bilder erzählen von einer Welt, in der Natur zunehmend zur Kulisse wird – neu zusammengesetzt, digital geglättet, ihrer Unberechenbarkeit beraubt. Die Eingriffe sind nicht immer offensichtlich, doch gerade in ihrer Andeutung liegt eine stille Dringlichkeit. Was bleibt von der Natur, wenn sie sich nur noch als Oberfläche, als Bild, als Simulation manifestiert?

    Entwurzelung ist damit nicht nur eine ästhetische Reflexion über Landschaft, sondern eine dystopisch gefärbte Auseinandersetzung mit dem menschlichen Wunsch nach Kontrolle – und den Konsequenzen dieser Kontrolle für unser Verhältnis zur natürlichen Welt.

    Die Arbeiten sind 2024-2025 im Rahmen einer Sammelausstellung in der Hochschule Düsseldorf entstanden.

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